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Bücherbestellzettel zum Portosparen

Bücherzettel in Postkartenform, auf deren Rückseite die bestellten Werke durch Ausfüllung eines Vordrucks handschriftlich bezeichnet wurden, waren zur Beförderung zur Drucksachentaxe zugelassen. Grundsätzlich waren bei Bücherzetteln im Gegensatz zu Drucksachen handschriftliche Eintragungen nicht ausgeschlossen.
„§15 XV des Post-Reglement von 1871 :
Bei den Bücherzetteln ist die Vorderseite nur für die Adresse be­stimmt; auf der Rückseite ist die handschriftliche Eintragung des Wer­kes etc. (Bücher, Zeitschriften, Bilder und Musikalien), sowie das Durchstreichen oder Unterstreichen der Vordrucke gestattet.“
Der gezeigte Bestellzettel entspricht nicht diesen Vorgaben.
Hier werden 12 Dutzend = 144 Flaschen Kölnisch Wasser zum Gesamtpreis von 75 Mark bestellt. Kölnisch Wasser ist in den Bestimmungen eindeutig nicht erwähnt.
Nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ wurde hier 2 Pfennig Porto gespart.
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